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Liebe Leserinnen und Leser,

wir blicken auf schöne Anlässe und Ereignisse zurück! Die Jugendbauhütten Hessen-Marburg, NRW-Rheinland und Wismar feierten im vergangenen Sommer 15-jähriges Jubiläum und unser Landesverein Berlin kürzlich die Auszeichnung der Programmbereiche der internationalen Entsendung mit dem QUIFD-Siegel.

Sehr erfreulich fällt die Bilanz unseres weltwärts-Süd-Nord-Programms aus: Die Zahl der Freiwilligen hat sich im aktuellen Jahrgang verdoppelt und der Austausch wird von allen Beteiligten als große Bereicherung empfunden. Dank einer erfolgreichen Spendenaktion unseres Workcamp-Bereichs konnte in der vergangenen Saison außerdem mehreren Geflüchteten die Teilnahme an Workcamps ermöglicht werden.

Tolle Einblicke in die Erfahrungen von Workcamp-Teilnehmer_innen geben die Gewinnertexte unseres Berichtswettbewerbs. Und zwei schöne TV-Berichte zeigen die Arbeit der aktuellen Jahrgänge der Jugendbauhütten Hamburg und Sachsen.

Viel Spaß beim Lesen!

Klara Bitzer
Öffentlichkeitsarbeit


AKTUELLES

15-jähriges Jubiläum der JBH Hessen-Marburg, NRW-Rheinland und Wismar

Vor 15 Jahren wurden die Jugendbauhütten Hessen-Marburg, NRW-Rheinland und Wismar gegründet. Dieses Jubiläum feierten wir zusammen mit ehemaligen und aktuellen Freiwilligen am Samstag, den 11. Juni 2016,  im Freizeitgelände Stadtwald in Marburg.

Der Festakt wurde von Dr. Wolfgang Illert, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), eröffnet. Im Anschluss lobten Marburgs Bürgermeister Dr. Franz Kahle und Frau Dr. Petra Naumann vom Hessenpark die gute Zusammenarbeit mit der Stiftung und mit den ijgd. Petra Held, Geschäftsführerin des ijgd Landesvereins Mecklenburg-Vorpommern, betonte in ihrer Rede die positiven Effekte des Freiwilligendienstes in der Denkmalpflege für die Teilnehmer_innen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter dem Motto „Junge Hände für alte Wände“ tauschten sich hier die Besucher_innen mit Dr. Wolfgang Illert, Frau Dr. Andrea Pufke (Landeskonservatorin Rheinland), Petra Held, Holger Lüders (Restaurator in der Einsatzstelle Museen Burg Altena) und der ehemaligen Teilnehmerin Johanna Michels über die gesellschaftliche Relevanz des Programms aus.

Neben dem Besuch eines Workshop zum Thema "Abbundzeichen" konnten die ca. 180 Besucher_innen an Aktionsständen verschiedene Handwerkstechniken ausprobieren - vom Balken behauen, über Stuck- und Schmiedearbeiten bis hin zur Anfertigung von Vergoldungen. Wer sich sportlich betätigen wollte, konnte sich im Hochseilklettergarten austoben. Abends fand dann das große Ehemaligentreffen mit DJ Theofilo statt.

Im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in der Denkmalpflege in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern haben in den vergangenen 15 Jahren fast 1.000 junge Menschen ihre Fähigkeiten im Bereich der Denkmalpflege erkennen und ausprobieren, sich beruflich orientieren können und sich persönlich weiterentwickelt.


Résumé: Weltwärts Süd-Nord

2014 hat das weltwärts-Programm mit der neuen Süd-Nord-Komponente einen bedeutenden Schritt gemacht: Um den Aspekt des globalen Lernens zu betonen, können sich seitdem auch junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren aus Ländern des Globalen Südens für einen einjährigen Freiwilligendienst bewerben. Das unterstreicht das partnerschaftliche Miteinander. Die ijgd sind von Anfang an auch in dieser Programmkomponente des weltwärts-Porgramms dabei und betreuen Freiwillige, die durch die Partnerorganisationen vermittelt wurden.

Zum 1. September 2016 hat sich die Teilnehmendenzahl in diesem Programm auf 22 Personen erhöht und damit im Vergleich zum vorherigen Jahrgang verdoppelt! Die Freiwilligen kommen aus Togo, Ghana, Kenia, Uganda, Indonesien, Indien, Costa Rica, Mexiko und Nicaragua und wohnen in Gastfamilien, Gast- oder Freiwilligen-WGs. Sie arbeiten in der Behindertenhilfe, in Kitas, Jugendzentren, in einer Schulsozialstation und im Jugendzirkus.

Aus Sicht der Einsatzstellen ist das weltwärts-Süd-Nord-Programm eine absolute Bereicherung: z.B. erfahren die Kindergärten, dass die Freiwilligen aus anderen Ländern gerne ihre Arbeit unterstützen. So werden zivilgesellschaftliche Projekte sowohl in Deutschland als auch in Entwicklungsländern gefördert. Die Freiwilligen können zudem auf ganz andere Weise über Afrika, Asien und Lateinamerika erzählen, als wir es aus Fernsehen oder den Zeitungen kennen. Auch Kinder, Eltern und weitere Bekanntschaften bekommen durch den Kontakt mit den Freiwilligen ein anderes Bild von diesen Ländern.

Der Kontakt zwischen den Freiwilligen und mit anderen deutschen und internationalen (europäischen) Freiwilligen der ijgd bietet ein enormes Potential an interkulturellem Austausch, Kontakt- und Vernetzungsmöglichkeiten. Und nicht zuletzt werden die Freiwilligen nach ihrer Rückkehr die Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika mit ihren Erfahrungen unterstützen und die Freiwilligenarbeit hier und dort weiter fördern.


QUIFD-Siegel für weltwärts, IJFD und EVS-Sending des Landesvereins Berlin

Wir freuen uns über die Zertifizierung unserer Programme der internationalen Entsendungen (weltwärts, IJFD, EVS-Sending) des ijgd-Landesvereins Berlin durch QUIFD - die Agentur für Qualität in Freiwilligendiensten. Das QUIFD-Siegel dient als Qualitätsnachweis für den Landesverein Berlin als Entsendeorganisation in internationalen Freiwilligendiensten.

www.quifd.de


Ein ereignisreicher Sommer

Auch im vergangen Jahr haben wir wieder viele eindrucksvolle Erfahrungsberichte von unseren Workcamper_innen erhalten, die sowohl in Deutschland als auch im Ausland an internationalen Camps teilgenommen haben. Die Berichte schildern nicht nur positive Erfahrungen, sondern auch sachliche Kritik. Trotzdem oder gerade deswegen hat uns jeder Bericht Freude beim Lesen bereitet!

Wie in jedem Jahr haben wir natürlich auch wieder einen Berichtswettbewerb veranstaltet: Wir hatten so viele tolle Berichte – da ist uns die Entscheidung sehr schwer gefallen. Aber letztendlich mussten wir uns natürlich entscheiden. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner_innen!

1. Platz: Christoph aus Deutschland

Christoph’s Bericht „Eine Erfahrung, die mein Leben verändert hat“ schildert seine eigene Entwicklung sowie die der anderen Campteilnehmer_innen während des Camps sehr emotional und ehrlich.

2. Platz: Zacharoula aus Griechenland

Zacharoula beschreibt in ihrem Bericht „Live your dream in Ostbevern“, wie sich ihr Koffer, der vorher nur aus Klamotten bestand, in eine Sammlung voller Erinnerungen und Erfahrungen umwandelte.

3. Platz: Svetlana aus Russland

Svetlana erzählt in „We became a family“, wie ihre Teilnahme am Workcamp zu den besten Ferien in ihrem Leben wurde.


Spendenaktion für die Workcamp-Teilnahme von Geflüchteten

Zu Beginn der vergangenen Saison erreichten uns verschiedene Anfragen von Betreuer_innen junger Geflüchteter, die an einem Workcamp teilnehmen wollten. Da vielen von ihnen die Mittel dazu fehlten, starteten wir einen Spendenaufruf, vor allem unter ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen, Freund_innen und Bekannten.

Die Aktion war ein Erfolg, die Resonanz auf den Aufruf groß. Insgesamt kamen 1.110 Euro zusammen. Zusätzlich konnten wir Gelder von Kommunen und anderen Stellen (z.B. aus dem Bildungs- und Teilhabepaket) akquirieren. Durch die Spenden konnte vielen Geflüchteten die Teilnahme an einem Workcamp ermöglicht werden.

Insgesamt haben in der vergangenen Saison 27 junge Geflüchtete aus ganz Deutschland an 18 verschiedenen ijgd-Workcamps teilgenommen. Bei 15 von ihnen wurde der Teilnahmebeitrag durch die Spenden finanziert oder wir verzichteten auf den Beitrag. Außerdem erhieltem Dank der Spenden sechs Geflüchtete ein Taschengeld. Fünf Teilnehmende konnten mit Fahrtkostenerstattungen für die An- und Abreise zum Workcamp unterstützt werden.


Start der Workcamp-Saison 2017

...und die nächste Saison hat schon begonnen!

  • In unserer Suchmaschine gibt es viele neue, spannende Workcamps.
  • Für alle, die eines der Workcamps leiten möchten, gibt es hier unsere Liste mit freien Leitungsplätzen!
  • Und auch in diesem Jahr gibt es wieder die Möglichkeit, sich als Teamer_in ausbilden zu lassen. Die Termine für die Ausbildungsseminare zur internationalen Workcampleitung findet ihr hier.

Jugendbauhütten im TV

Zwei unserer Jugenbauhütten wurden in den vergangenen Monaten von Fernsehkameras besucht. Im "Hamburg Journal" wurden die Freiwilligen der Jugendbauhütte Hamburg und ihre Renovierungsarbeiten am Hufnerhaus im Norden von Hamburg vorgestellt. Und die Freiwilligen der Jugendbauhütte Sachsen wurden in der MDR Sendung "Der Osten" bei ihren Arbeiten auf dem Gelände des alten Scharfrichterhauses gezeigt. Seht selbst:

Jugendbauhütte Hamburg: "Hamburg Journal" (NDR)

Jugendbauhütte Sachsen: "Der Osten" (MDR) (ab Minute 21:00)


TERMINE

26. bis 29. Januar

Treffen der AG Partyzipation: Vernetzung Ehrenamtlicher Mitarbeiter_innen von ijgd
ag.partyzipation@ijgd.de

11. Februar

Infotag zu Freiwilligendiensten im In- und Ausland in Berlin
Mehr Informationen

3. bis 10. März Seminarleiter_innenkreis (SLK) in Tettenborn: Werde Seminarleiter_in für Workcamps!
lr.nord@ijgd.de
14. bis 19. MärzEhrenamtliches Langzeitforum (ELF) in Tettenborn: Werde Seminarleiter_in für FSJ & Co!
as-elf@ijgd.de
21. bis 23. AprilJahresplanungstagung (JPT) in Berlin-Wannsee
jpt.2017@ijgd.de