Zum Inhalt springen

Liebe Leserinnen und Leser,

unsere Freiwilligen haben sich Ende des vergangenen Jahres erneut dafür eingesetzt, dass ihr Engagement wertgeschätzt und das vielfältige Potenzial von Freiwilligendiensten auf politischer Ebene wahrgenommen wird. Die einen brauchten dafür ganz viel Geschenkpapier, die anderen gute Argumente im Gespräch mit einem Minister.

Zum neuen Jahr startete bei den ijgd unter anderem ein besonderes Vorhaben der Jugendbauhütte Lübeck. Die aktuellen Freiwilligen im FSJ in der Denkmalpflege beteiligen sich damit an einem Projekt der Hansestadt zum Europäischen Kulturerbejahr 2018.

Während im Rahmen unseres Berichtswettbewerbs 2017 inzwischen der beste Erfahrungsbericht der letzten Workcamp-Saison gekürt wurde, sind die Vorbereitungen für die Workcamps im kommenden Sommer schon in vollem Gange.

Viel Spaß beim Lesen!

Klara Bitzer
Öffentlichkeitsarbeit

AKTUELLES

Umweltministerkonferenz in Potsdam: Freiwillige der ijgd im Gespräch mit Minister Vogelsänger

Am 15. und 16. November 2017 waren die ijgd mit Freiwilligen aus Brandenburg zu Gast auf der Umweltministerkonferenz in Potsdam. Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) wird deutschlandweit in allen Bundesländern von unterschiedlichen Trägern mit verschiedenen Finanzierungsmodellen und Platzkontingenten angeboten. Auf der Konferenz waren neben den ijgd auch die beiden anderen Brandenburger Träger des FÖJ – der Förderverein Märkischer Wald und der Landesjugendring Brandenburg – vertreten, um den ökologischen Freiwilligendienst zu präsentieren. Dabei haben alle Beteiligten die Bedeutung des Projekts für das Land Brandenburg hervorgehoben, um die Weiterfinanzierung nach dem Auslaufen der Förderperiode des Europäischen Sozialfonds 2020 zu sichern.

Im Gespräch mit dem brandenburgischen Umweltminister Jörg Vogelsänger versuchten Freiwillige und Träger ihn vom vielfältigen Potenzial des ökologischen Freiwilligendienstes zu überzeugen. Mit seinen Zielen und Inhalten, die sich an der Bildung für nachhaltige Entwicklung orientieren, ist das FÖJ in besonderem Maße dazu geeignet, junge Menschen auf die ökologischen und sozialen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Die Brandenburger Träger halten es deswegen für unabdingbar, das FÖJ als bedeutsamen Faktor zur Stärkung einer nachhaltigen Entwicklung in Brandenburg zu erhalten und weiterzuentwickeln. Der Umweltminister kündigte an, das Freiwillige Ökologische Jahr im Land zu unterstützen.

Eine Bushaltestelle als Geschenk: Besondere Aktion von Brandenburger Freiwilligen zum Tag des Ehrenamts

Freiwillige bekommen ein Taschengeld von maximal 381 Euro. Davon müssen sie in vielen Fällen auch ihre Fahrt zur Dienststelle bezahlen. Den internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember 2017 nutzten viele Trägerorganisationen und Freiwillige, um ihrer Forderung nach kostenfreien oder kostengünstigen Tickets für Freiwillige im öffentlichen Nahverkehr Ausdruck zu verleihen.

An der Hashtag-Aktion #freiefahrtfuerfreiwillige der Zentralstellen im FSJ, FÖJ und BFD haben sich auch einige Brandenburger Freiwillige der ijgd beteiligt und eine Bushaltestelle in Groß Bademeusel als Geschenk verpackt. Mit der Aktion wünschten sie sich zum bevorstehenden Weihnachtsfest #freiefahrtfuerfreiwillige.

Die Idee fand im Kollegium der Busfahrer_innen und auch bei Dorfbewohner_innen großen Anklang. Ein Busfahrer sagte den Freiwilligen, dass dies mal wieder „etwas Farbe“ in seinen Alltag gebracht habe. Insofern wünschen wir uns auch weiterhin freie Fahrt in die Einsatzstellen und einen bunteren Alltag!

Lübecker Projekt zum Echy 2018 gestartet: Jugendbauhüttler_innen rekonstruieren Holzkeller

Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahrs 2018 (Echy – European Cultural Heritage Year) findet in Lübeck seit dem 24. Januar eine gemeinsame Aktion der Hansestadt und der Jugendbauhütte Lübeck statt. Freiwillige im FSJ in der Denkmalpflege rekonstruieren dabei einen Holzkeller auf der nördlichen Wallhalbinsel, der im Lübecker Gründungsviertel ausgegraben wurde. Das verwendete Eichenholz kommt aus den Lübecker Wäldern.

Die Aktion bildet den Auftakt zum Lübecker Echy-Projekt „Archäologie und Stadtplanung in Lübeck – das urbane Erfolgsmodell des Ostseeraums verstehen, vermitteln und erleben“, in dessen Mittelpunkt das Gründungsviertel Lübecks stehen soll. Über das Projekt berichteten unter anderem die Lübecker Nachrichten Online.

Die Jugendbauhütte Lübeck ist ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der ijgd.

Rauchende Köpfe in der Villa Ruhe: Die FSJ-Sprecher_innen aus Niedersachsen und Hamburg haben sich getroffen

18 engagierte Freiwillige aus Hamburg und Niedersachsen haben vom 12. bis 14. Januar auf dem Sprecher_innen-Treffen in der Villa Ruhe in Alfeld die Interessen der Freiwilligen des aktuellen Zyklus vertreten. Auch zwei ehemalige Sprecherinnen waren mit dabei, um die Ideen aus dem letzten Jahr an die Neuen weiterzugeben.

Die Freiwilligen tauschten Erfahrungen aus, knüpften neue Kontakte und sammelten zahlreiche Projektideen. Es wurde festgelegt, dass diese im Anschluss von Kleingruppen weiter erarbeitet werden sollen.

Bei einer Sache waren sich die Sprecher_innen einig: Sie möchten noch mehr zur Öffentlichkeitsarbeit der ijgd beitragen! Außerdem haben sie ein Konzept entwickelt, wie es mit den FSJ-Sprecher_innen in den nächsten Jahren weitergehen soll. Es war ein konstruktives, interessantes und facettenreiches Wochenende mit jeder Menge Spaß!

Neues Jahr, neues Programm: Unsere Workcamps in 2018

Ihr denkt, im Winter machen wir es uns mit Keksen und Tee gemütlich und liegen auf der faulen Haut? Falsch gedacht! Ganz im Gegenteil: Die Vorbereitungen für die neue Workcamp-Saison 2018 laufen auf Hochtouren!

Für die Neugierigen unter euch sind die ersten Sommer-Camps in Deutschland bereits online. Und auch im Ausland warten einige spannende Winter- und Frühlings-Camps auf euch.

Der große internationale Saisonstart für die Sommer-Camps 2018 im Ausland und in Deutschland ist Mitte März. Registriert euch hier für unsere Saisonstartmail, damit ihr den Anmeldestart nicht verpasst!

EINBLICKE – Freiwillige der ijgd berichten

"Im Sommer für zwei Wochen ins kalte Island?"

... Von diesem Gedanken hat sich unsere Freiwillige Luisa nicht abschrecken lassen – und es nicht bereut. Über ihre Erfahrungen im Workcamp in Hveragerdi hat sie einen tollen Bericht geschrieben und damit unseren Berichtewettbewerb 2017 gewonnen. Hier lest ihr Auszüge aus ihrem Bericht:


"Das erste Kennenlernen: Hierbei war meine größte Sorge, ob ich mich überhaupt mit jemand verstehe, da ich die einzige Deutsche mit schlechten Englischkenntnissen war. Diese Sorge bestätigte sich aber zum Glück nicht im Geringsten. Da alle anderen ebenso eine andere Muttersprache hatten (ausgenommen Liz aus Kalifornien) war es oft sehr lustig, sich zu unterhalten. (Ich weiß nicht, ob es an mir lag oder an dem Franzosen, jedoch war das einzige Ergebnis unseres Gesprächs, dass wir vor Lachen unseren Zimmernachbarn, einen Polizisten, aus seinem Bett bis in unser Zimmer gelockt haben =D ). ...

Unterkunft: Auch wenn es mein erstes Workcamp war, gehe ich davon aus, dass man selten auf eine so gut ausgestattete Unterkunft in einem Workcamp trifft. Sauna und Whirlpool ausgeschlossen! Da wir für das Gewächshaus einer Gesundheitsklinik arbeiteten und auch dort gewohnt haben, hatten wir die Erlaubnis, neben dem Schwimmbad und dem Fitnessraum auch die sehr, sehr gute Küche genießen zu dürfen. Und das nicht selten und nicht wenig. Somit war es für mich auch kein Problem die zwei Wochen auf Fleisch zu verzichten. ...

Arbeit: Auch wenn es als Workcamp ausgeschrieben ist, bin ich der Meinung, dass es nicht möglich ist, sich in Hveragerdi zu überarbeiten oder zu überanstrengen. Hauptsächlich bestand die Arbeit aus Tomatenpflücken, dem Abschneiden gelber Blätter, dem Hängen der Pflanzen in die richtigen Höhen, Blumenpflücken, Hühnerfüttern, aber auch Rasenmähen. (Letzeres wurde von jedem vermieden sobald es wieder einmal aus vollen Eimern regnete; dann wurde das schön warme Gewächshaus bevorzugt!)  Doch insgesamt konnten wir die Arbeit genießen und hatten Spaß, da wir währenddessen Musik hören, rumalbern oder auch einfach nur über alles Mögliche nachdenken konnten.

Mein Fazit: An alle die überlegen auch nach Hveragerdi zu fahren, zögert nicht! Denn mir hat nicht nur das Camp an sich sehr gut gefallen, sondern vor allem die Insel mit ihrer wunderschönen Natur. Da wir die Wochenenden frei hatten und unter der Woche nur bis 15 Uhr arbeiten mussten, hatten wir genügend Freizeit, um einige der schönsten Plätze zu besuchen und selbst hautnah vor den riesigen Wasserfällen oder Geysiren zu stehen. Ein besonderes Highlight war für mich ein ganzes Wochenende an der gesamten Südküste entlang zu fahren. Doch um etwas Außergewöhnliches zu erleben, mussten wir auch gar nicht weit von unserem Camp wegfahren, denn Hveragerdi ist bekannt für seinen Hot River, in dem das Baden einmalig ist!"

Luisas vollständigen Bericht könnt ihr hier lesen.

SEMINARVORSCHAU

Aktuelle Workshops und Seminare

Ausbildungsseminare für Workcamp-Teamer_innen
Von März bis Mai finden folgende Ausbildungsseminare für Workcamp-Teamer_innen statt:

  • Tauche ein in die Welt der Weltveränder_innen
  • Gruppenpower am Elbufer
  • (Internationale) Gruppenleitung-Kompakt!
  • I <3 volunteering
  • Erlebnisreiche Tage am Waldrand
  • Spielend leicht leiten lernen
  • New generation - active citizenship
  • Viel Action in der Villa Ruhe
  • Am Waldrand und doch mittendrin
  • Gruppenleitung werden - in 5 Tagen!
     

Hier geht es zu den Seminarterminen und zur Anmeldung!


Ausbildungsseminare für Teamer_innen in Langzeitdiensten in Deutschland
Auch für Teamer_innen der Langzeitdienste in Deutschland bieten wir wieder viele Seminare an. Das Seminarprogramm 2018 findet ihr hier.

TERMINE

2. bis 3. Februar1. Treffen der Sprecher_innen der Jugendbauhütten im Zyklus 2017/18
2. bis 9. MärzSeminarleiter_innenkreis (SLK) in Tettenborn
workcamp.leader@ijgd.de
13. bis 18. März15. Jubiläum des ehrenamtlichen Langzeitforums (ELF) in Tettenborn
as-elf@ijgd.de
20. bis 22. April

Jahresplanungstagung (JPT) der ijgd in Weimar
jpt.2018@ijgd.de