Zum Inhalt springen

Liebe Leser*innen,

Kontaktbeschränkungen und Seminarabsagen haben in den letzten Wochen den ijgd-Arbeitsalltag vor einige Herausforderungen gestellt. Konkret bedeutete das: viele Planänderungen, aber auch sorgfältiger Optimismus und kreative, digitale Lösungen. Die ijgd-weite Gremientagung im April haben wir erfolgreich über Videokonferenzen gemeistert – mit konstruktiven, gemeinschaftlichen und schönen Momenten. Bei all den Herausforderungen für unsere Arbeit vergessen wir nicht, dass die Corona-bedingte Situation einige Menschen ganz akut betrifft – solidarisches Handeln steht bei den ijgd darum gerade jetzt im Mittelpunkt.

Weil vieles so ganz anders ist als sonst, gibt es viele Neuigkeiten. Unsere Workcamps in Deutschland können voraussichtlich stattfinden und suchen Teilnehmende. Auch sonst treffen wir uns jetzt in Webinaren: Die Jahresplanungstagung im September und die Bonner Stammtische werden ins Digitale verlegt, Seminare und Infostunden für Freiwillige gibt es bereits online. Außerdem: Das FÖJ in Sachsen-Anhalt legt einen Bauerngarten an, die Jugendbauhütte Baden-Würtemmberg schließt sich einem Mittelalterprojekt an und der FJN-Bereich hat sich vergrößert.

Passt auf euch und eure Mitmenschen auf

Lena Heitkamp und Jakob Hermens
Öffentlichkeitsarbeit

 

AKTUELLES

News aus dem Workcampbereich

Auch für uns ist die aktuelle Situation natürlich eine Herausforderung, der wir uns mit Bedacht, Optimismus und Kreativität stellen. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern planen wir mit vorsichtigem Optimismus und in Hinsicht aller Corona-Sicherheitsmaßnahmen die weitere Durchführung der bereits geplanten Workcamps. Konkret heißt das: Unsere Camps in Deutschland werden hauptsächlich mit Menschen aus Deutschland und einigen (wenigen) Ländern besetzt werden, aus denen eine Einreise nach Deutschland möglich ist. Nichts wie los: Lass dich beraten unter 0511 132297 53 oder melde dich direkt an.

Wer flexibel ist, kann sich immer noch für Camps im Ausland anmelden. Bitte bedenke jedoch, dass es kurzfristig zu Absagen kommen kann oder Einreisebestimmungen verschärft werden. Für alle generellen Fragen zu Workcamps melde dich unter workcamps@ijgd.de

Die Ausbildungsseminare für Gruppenleitungen der Camps in Deutschland finden online statt. Dieses digitale Training kann zwar kein komplettes Ausbildungsseminar ersetzen, gibt euch aber einen super Einstieg. In Ergänzung mit einem Mini-Seminar, sobald es wieder möglich ist sich live & in Farbe zu treffen, ist deine Ausbildung als Gruppenleiter*in für internationale Workcamps komplett. Melde dich an unter: leitungsreferat.nord@ijgd.de (Alter und aktueller Aufenthaltsort)

 

Jahresplanungstagung 2020

Die Jahresplanungstagung (JPT) 2020 war für April 2020 geplant und musste leider ausfallen. Wir haben nun folgende Alternative geplant: Im September 2020 möchten wir eine 14-tägige Veranstaltung stattfinden lassen, bei der alle über das Internet teilnehmen können. Außer einem groben Konzept steht noch nichts, aber wir haben schon einige Referent*innen angeworben. Die Veranstaltung soll asynchrone und live Beteiligung erlauben. Weil das einige Wochen vor der Mitgliederversammlung ist, ist das ein guter Zeitpunkt, um für die MV einige Dinge auf den Weg zu bringen! Lydia und Florian haben hierfür die Planung ab sofort übernommen. Wer sich einklinken mag, kann sich bei uns melden (florian.suesser@ijgd.de, lydia.stolle@ijgd.de).

Landesaktionstag „FÖJ ins Beet – Tradition wächst in die Zukunft“

Seit vielen Jahren findet jährlich im FÖJ in Sachsen-Anhalt trägerübergreifend eine Landesaktion statt, bei der unter dem Motto „50 Freiwillige, zwei Tage, ein Ziel“ Erstaunliches auf die Beine gestellt wird. Die Aktion wird dabei von den 12 FÖJ-Sprecher*innen des Landes ab November in monatlichen Treffen organisiert, geplant und mit Leben gefüllt. In diesem Jahr war unter der Überschrift „FÖJ ins Beet – Tradition wächst in die Zukunft“ das Anlegen eines Bauerngartens im Kloster Dambeck, mit Zäunen, Ruheoase, Insektenhotel und Streuobst geplant. Die Pläne waren fertig gestellt, die Förderung über die SUNK zugesichert, Pflanzen angezogen, Material bestellt.

Doch dann erreichte COVID 19 auch Europa und Deutschland. Aufgrund dieser Pandemie war ein Einsatz mit 50 Freiwilligen an zwei Tagen nicht mehr denkbar. Immer wieder hatten wir alle gehofft, dass es wie geplant stattfinden kann und parallel in mehreren Videokonferenzen verschiedene Lösungswege gesucht. Was tun? Ausfallen lassen? Verschieben ins kommende Jahr? Nein, wir planen um, damit das Projekt umgesetzt wird!

Es entstand die Idee, dass die gleiche Arbeitszeit, die 50 Menschen an zwei Tagen leisten, nun einfach auf vier Wochen verlängert wird und dafür im Rahmen der landwirtschaftlichen Hilfe im wöchentlichen Wechsel jeweils nur 3-4 Freiwillige mit den Menschen im Kloster Dambeck kräftig anpacken. Vom 11. Mai bis 05. Juni engagieren sich deshalb gerade Freiwillige aus dem FÖJ dort vor Ort und verwirklichen das geplante Projekt unter Beachtung der geforderten Hygienemaßnahmen.

In diesem Jahr werden auch nicht wie gewohnt am zweiten Tag verschiedene Politiker*innen anreisen und auch die Umweltministerin, die schon zugesagt hatte, musste schweren Herzens wieder absagen. Dafür soll dieser Einsatz in Form eines kleinen Filmberichtes dokumentiert werden, den eine der Sprecher*innen erstellen wird. Sowohl das Umweltministerium, als auch verschiedene Politiker*innen haben schon zugesagt, diesen gerne auf der Homepage oder in den Sozialen Medien weiter zu teilen, um auch in CORONA-Zeiten das FÖJ und die vielen engagierten Freiwilligen sichtbar zu machen und zu würdigen.

Hut ab für die Sprecher*innen, die sich trotz der einschneidenden Maßnahmen beim Weiterplanen nicht entmutigen ließen, immer wieder neu abgewägt, neue Erlasse erhofft, Lösungen gesucht haben. Danke an euch Sprecher*innen, die Mitarbeiter*innen des Kloster Dambeck, die Freiwilligen, die die Aktion gerade umsetzen, dass ihr trotz dieser widrigen Umstände dieses tolle Projekt möglich gemacht habt. Danke an die SUNK und das MULE, die als Förderer und zuständige Behörde das FÖJ und diese Aktion mittragen.

 

Infostunden für Bewerber*innen bei ijgd Sachsen-Anhalt

Das Fortschreiten der Digitalisierung beflügelte das Bewerbungsverfahren im FSJ/BFDu27 bei ijgd Sachsen-Anhalt. Interessierte können sich nun über gemeinsame Infostunden per Videochat von uns über Rahmenbedingungen der Freiwilligendienste, Seminare und Einsatzbereiche aufklären lassen. Gleichzeitig überblicken unsere Bewerber*innen jetzt frühzeitig ihre Möglichkeiten und gehen so gestärkt in ihre Bewerbungen. Da wir alle Freiwilligen, die sich bei uns registrieren, einer Infostunde zuordnen, ermöglichen wir ihnen von Beginn an eine enge Begleitung und können nun alle Interessierten auch in unserem Flächenland LSA individuell beraten. Zusätzlich erproben sie ihre technische Ausstattung für eventuelle weiterhin online stattfindende Seminare. Wir freuen uns auf das Kennenlernen bei allen Terminen und die vielen Fragen und Unsicherheiten, denen wir so frühzeitig entgegenkommen können!

Auch unsere anderen Geschäftsstellen bieten Onlineberatungen an – einfach ansprechen!

 

Das FJN breitet sich aus

Nachdem bereits die Geschäftsstelle Wismar seit einigen Jahren erfolgreich das Freiwillige Jahr in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit (FJN) anbietet, hat die Geschäftsstelle Halberstadt jetzt nachgezogen. Seit Februar ist Sarah Matthies zuständig für den Aufbau des Bereichs FJN für den Landesverein Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mit großer Unterstützung durch Kai Ramin und der Geschäftsstelle Wismar stehen seitdem die Einsatzstellen-Akquise und deren Anerkennung im Mittelpunkt ihrer Arbeit, auch ein gemeinsames Bewerbungsmanagement ist in Planung. Die beiden Projektkoordinator*innen arbeiten bundesländerübergreifend, Kai vor allem für den Nordosten und Sarah für Mitteldeutschland.

Freiwillige im FJN bewerben sich aus ganz Deutschland und nehmen für ihren Freiwilligendienst einen Umzug gern in Kauf. Sie sind vor allem in Forschungseinrichtungen und Schüler*innenlaboren tätig und bringen großes Interesse für MINT Fächer mit. Die Begeisterung für Naturwissenschaften zeigt sich auch in den Seminaren. Auch wenn aktuell keine Präsenzseminare stattfinden können, entstehen digitale und kreative Alternativen. Die FJNler*innen haben sich je nach Interesse in Gruppen vernetzt und arbeiten dort an verschiedenen Themen. So gibt es digitale Workshops zum Programmieren, 3D-Druck oder zu Themen wie Optogenetik, die die FJNler*innen selbst einbringen. Eine weitere tolle Idee ist ein Podcast, in dem die Freiwilligen über ihre Situation in der Coronazeit und zum Umweltschutz diskutieren.

 

 

Mittelalterprojekt trifft auf digitales Seminar im FSJ Denkmalpflege

Campus Galli im oberschwäbischen Messkirch ist ein einzigartiges Projekt: Ein 1200 Jahre altes Kloster wird mit Material, Werkzeug und Mitteln aus dem neunten Jahrhundert gebaut. Seit letztem Jahr arbeiten die ersten Freiwillligen der neuen ijgd-Jugendbauhütte aus Baden-Würtemmberg vor Ort mit – ab Juni in Form eines digitalen Seminars. Das Projekt Campus Galli arbeitet mit Ansätzen der experimentellen Archäologie Hand in Hand mit Handwerker*innen und Wissenschaftler*innen, Archäolog*innen und Historiker*innen.


Hier gibt es Eindrücke vom Campus Galli.

 

Ijgd, Februar 2022 – Ein Rückblick aus der Zukunft

Der Februar vor zwei Jahren. Wir wussten noch nicht, was auf uns zukommt: dass wir unsere Seminararbeit umstellen müssen, Jugendliche aus dem Ausland zurückführen, Homeoffice einführen, uns in Video-Konferenzen besprechen, Informationsveranstaltungen an Schulen als Webinare durchführen werden, mit unseren Einsatzstellen andere Bewerbungsverfahren besprechen und bei dem Ganzen aufpassen müssen, niemanden auf dem neuen Weg zu verlieren.

Wir, die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) sind eine Fachorganisation für Kurz- und langfristige Freiwilligendienste. Wir bieten die Möglichkeit sich im Kontakt mit Menschen zu erfahren und weiter zu entwickeln. Erst einmal standen wir vor der Herausforderung, wie das nun ohne Kontakt bzw. mit hohen Sicherheitsvorkehrungen möglich sein soll. Dienste im Ausland mussten größtenteils abgebrochen werden und unsere Freiwilligen im Inland konnten häufig ihren Einsatz aus Sicherheitsgründen nicht wie geplant fortsetzen. Viele haben in ihren Einsatzstellen untypische Aufgaben übernommen um zu unterstützen und haben kreative Wege gefunden um mit ihren Klient*innen in Kontakt zu bleiben. Ich bin noch immer gerührt, wenn ich daran zurückdenke. Alle Kolleg*innen haben daran gearbeitet, unsere Seminarinhalte möglichst schnell als Webinare für die jungen Menschen anzubieten. Wir haben unsere Bewerber*innen abtelefoniert und auch mit den aktuellen Teilnehmer*innen über Skype und Telefon Kontakt gehalten. Unser erstes erfolgreiches Wahlseminar als Webinar hatte das Thema Gebärdensprache. Wir haben unsere Social Media Präsenz erhöht, um auch dort den Kontakt zu den Freiwilligen zu halten, aber auch um Schulen, andere Institutionen und die jungen Menschen über die Möglichkeit von Freiwilligendiensten wie dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) zu informieren. Unsere Ehrenamtlichen, die eigentlich in Schulen Vorträge halten, haben Flyer an jugendrelevanten Orten ausgelegt und sich in den Informations-Webinaren zusätzlich engagiert. Die Unterstützung von allen Seiten unserer Ehrenamtlichen war groß.

Der Spirit von ijgd, die Selbstorganisation und die Entwicklungsmöglichkeit für junge Menschen aus dem In- und Ausland ist uns erhalten geblieben, wenn nicht sogar noch gestiegen. Danke dafür und für das Zusammenhalten! Danke auch an unsere FSJ-Einsatzstellen, die Bewerbungen online oder per Telefon möglich gemacht haben. Wir haben unsere Plätze im FSJ, in den Jugendbauhütten, im Internationalen Jugendfreiwilligendienst und bei den Gemeinschaftsdiensten weiter besetzt.  Wenn ich so zurückdenke, war es keine einfache Zeit. Aber um es positiv zu sagen: In jeder Krise liegt eine Chance. Wir haben sie genutzt!

Bewerbungen für ein FSJ sind jederzeit möglich!
fsj-nds.de
Tel.: 05121 20661 20

 

LV Niedersachsen und Hamburg: Kurznews

  • Die Geschäftsstelle Hildesheim bietet ihre Wahlseminare nun vereinzelt in Form von Webinaren an. Unter anderem gibt es: Naturpädagogik, Erwachsenwerden für Anfänger*innen, Tanzen und Deutsche Gebärdensprache.
  • Bei den ijgd in Hamburg gibt es ab sofort den öBFD. Dafür suchen wir - genauso wie auch für das FSJ - Bewerber*innen.
  • ijgd Hamburg haben jetzt einen YouTube-Kanal! Außerdem sind wir bei Instagram aktiv.
  • Zusammen mit unseren Freiwilligen näht ijgd Hamburg 1000 Masken. Die Masken spenden wir dann an Einsatzstellen und andere, die eine brauchen.

 

Grenzenlose Gesellschaftsspiele!

Seminarabend, kein lockeres Beisammensein und kein Fluch über Düsterwald? Das kann nicht sein! Wir alle sehnen uns in den Verwirrungen der Pandemie doch nach alten, vertrauten Dingen, richtig!? Dazu zählt natürlich auch eine ordentliche Runde Werwolf! Deswegen haben wir für all unsere Freiwilligen im FSJ, FÖJ, FSJ-P und BFDu27 und unsere Teamer*innen einen wunderbaren, seminarwürdigen Werwolf-Abend per Videochat angeboten – und es funktioniert.

Um den Zugang zum Videochat zu erhalten, haben sich alle Interessierten vorher per Mail kurz angemeldet. Die Spielleitung ordnete die Rollen zufällig auf die Dorfgemeinschaft auf und teilte ihnen im Privatchat ihre jeweilige Rolle mit. Des Nachts schalten alle ihre Mikros aus und schließen ihre Augen. Die Spielleitung ruft die jeweiligen Rollen auf und chattet (Dabei Mikro aus beim Tippen, sonst hören alle, wie lange ein Name getippt wird) privat mit den Rollen über Opfer/Identität o. Ä. Mehrere Werwölfe können sich über eigens geschriebene Zettel über ihr Opfer einig werden oder in Break-Out-Rooms. Bei der Abstimmung am Tag heben alle ihre Hand und zeigen auf „Los!“ mit der Fingeranzahl an, wen sie anprangern möchten.

Falls ihr also mal mit eurer Gruppe eine Runde werwolfen wollt - kein Problem. Es ist super schön gesellig und freut sicher so einige Freiwillige beim lockeren Zusammenkommen. Und das Seminarfeeling kommt auf jeden Fall hoch – es ist also eine tolle Bereicherung einer jeden digitalen Seminarwoche. Unserer Kreativität sind bei den Spielen auch durch online Tools keine Grenzen gesetzt – thematische Werwolf-Adaptionen sind denkbar. Der nächste Fluch spielt vielleicht im Weltraum mit Aliens, die eliminiert werden müssen – Fortsetzung folgt.

 

Bonner Stammtische jetzt digital

Der Bonner ijgd-Stammtisch wechselt in die Online-Phase: Am 18. Juni um 17 Uhr starten wir in unserem Zoomraum zu einem virtuellen Picknick. Jede*r kann am Wunschort (zuhause, im Park, auf Balkon/Terrasse oder ganz woanders, am besten irgendwo, wo es gutes WLAN gibt) vorbereiten, was sie*er gerne essen und trinken möchte, um dann gemeinsam gemütlich mit einem entspannten Kennenlernen und Vernetzen zu starten. Habt einen gemütlichen Abend mit uns – schickt uns einfach bis zum 15. Juni eure Anmeldung per Mail an stammtisch.bonn@ijgd.de, sodass wir euch kurz vor dem Stammtisch die Zugangsdaten senden können. Wir freuen uns auf eure bunte Teilnahme und einen Stammtisch der etwas anderen Art!


Zum Vormerken: Weitere Stammtisch-Donnerstage, hoffentlich dann wieder persönlich statt online, sind der 17. September und der 17. Dezember 2020!

SEMINARVORSCHAU

Aktuelle Workshops und Seminare

Digitale Ausbildungsseminare für Workcamp-Teamer*innen

  • 8. - 12. Juni 2020
  • 15. - 19. Juni 2020

Anmeldung: leitungsreferat.nord@ijgd.de. Bitte nennt in der Anmeldung euer Alter und euren aktuellen Aufenthaltsort.


 

TERMINE

18. Junidigitaler ijgd-Stammtisch in Bonn
Anmeldung
 
September 2020ijgd-Jahresplanungstagung
Save the Date